„…mit dem Tango ins Bett“

 

 

Ein literarisch-musikalischer Winterabend, dargeboten vom Kammerorchester Dippoldiswalde und dem Internationalen Musikprojekt Klingenberg, der alle verzaubert hatte. Der Beifall hatte dies deutlich gezeigt. Ich habe in so viele zufriedene und glückliche Gesichter geschaut. Ich selbst war es ja auch. Das lag vor allem an der Spielfreude der Musizierenden als sie Vivaldi, Astor Piazzolla (bei dem Programmtitel war es doch klar, dass der Meister des Tangos zu Gehör kam) und und und spielten. Fasziniert hatte mich die Disziplin der Musiker, aufeinander zu hören und miteinander zu musizieren. Daran hatte, na klar, Lavon Spirydonau  als künstlerischer Leiter des Ensembles einen großen Anteil. Ein großartiges Talent nicht nur als Musiker, sondern auch als Interpret. Lavon kommt aus Belarus, er hat als Autodidakt die deutsche Sprache erlernt und wie er sie beherrscht. Danke, danke, danke. Verbunden wurden die Musikstücke mit Textbeiträgen von Jutta Manthey aus dem Hier und Heute. Und mit Liedern passend zur Jahreszeit, interpretiert von Vertretern des Internationalen Musikprojektes Klingenberg. Das Besondere: die Vertreter sind Geflüchtete aus  Syrien, Äthiopien, Nigeria und Irak, die sich mit Liedern, in deutscher Sprache gesungen, präsentierten (Bravo). Beeindruckt hat mich besonders die Interpretation von „Sag mir, wo die Blumen sind“ und, dass alle sowohl die Musiker als auch das Publikum mitgesungen haben. Was für eine Botschaft für ein friedliches Miteinander.
So sind wir vergnügt und zufrieden auseinander und ins Bett schlafen gegangen.
Es war ein schöner Abend. Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg.
H.W.